Vinschgau: Eldorado für Mountainbiker

Es sind diese wechselhaften Oktobertage in München, die einem unmissverständlich klar machen, bald ist es vorbei mit dem Biken in den Alpen. Doch zum Glück gibt es noch das Vinschgau. Das Gebiet zwischen Reschenpass und Meran ist ein Eldorado für alle, die den „Flow“ erleben wollen. 

300 Sonnentage im Jahr lassen das MTB-Herz höher schlagen

Um ganz sicher zu gehen, ob sich die knapp vierstündige Anreise von München lohnt, greifen wir zum Telefon und vergewissern uns bei der Familie Hellrigl vom Campingplatz Badlerhof in Laas, wie das Wetter ist. „Bei uns ist es mild und trocken“, lacht uns der Chef an und fügt hinzu „Ihr kommt wieder zum Mountainbiken, oder?“. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht bejahen wir seine Frage und buchen einen Platz für unseren Camper für drei Tage.

Flowige Waldtrails statt ruppige Steinpisten

Knapp 250km und vier Stunden später haben wir das erste Glas rubinroten Lagrain vor uns stehen und studieren die Karte für unsere morgige Tour. Die Berge im Vinschgau sind geradezu perfekt für Trail-Sucher: Keine ruppigen, steinigen Pisten wie beispielsweise am Gardasee, sondern flowige Waldtrails. Hier surfen wir auf Sandboden, belegt mit Fichtennadeln und Moos-Polstern, gen Tal. Nur finden muss man diese Schätze erst einmal …
Zum Glück waren wir schon öfter hier und kennen das ein oder andere Flowschmankerl. Wir entscheiden uns für die Tour zum Göflaner Marmorbruch (Trailsbook Vinschgau) und einem heißen Ritt über den „Holy Hansen“ zurück.

Wer lieber „shutteln“ möchte – kein Problem!

Heiko Paulmichl von „VinschgauBIKE“ weiß, was das Biker-Herz begehrt…TRAILS, TRAILS, TRAILS. Als Guide der Bikeschule bietet er zusammen mit seinen Kollegen einen ausgedehnten Shuttleservice an. Als aktiver Freerider kennt Heiko die besten Trails der Gegend wie seine Westentasche. An zahlreichen Trailbau-Projekten im Vinschgau ist er selbst beteiligt (Holy Hansen, Sunny Benny).
Am sogenannten Sonnenberg ist shutteln auch mit der Seilbahn möglich, allerdings darf man als Biker die Bahn in St. Martin im Kofel nur 1x am Tag nutzen und dann entweder morgens oder kurz vor Betriebsende (genaue Zeit variiert je nach Saison).

Anreise

Je nach Wohnort empfiehlt sich als beste Variante eine Anreise über den Reschenpass. Die zweite Variante über die Brennerautobahn nach Bozen und Meran ist meist zeitraubender.

Reisezeit

Das Vinschgauer Klima ist ungewöhnlich mild. Meist lässt es sich von März bis November gut biken. In den Wintermonaten haben Biker am Sonnenberg auch oft gute Karten.

Karten/Literatur

Kompass: (Vinschgau/ Val Venosta) 1:50 000
Tabacco: (Blatt 043 „Vinschgauer Oberland“/ Blatt 044 „Vinschgau Sesvenna“/(Blatt 045 „Latsch-Martell-Schlanders) alle 1:25 000
Trails Book Vinschgau – Das Mountainbike Trailparadies (Ralf Glaser, Martin Gruber) ISBN 978-3-00-032510-6

Camping

Kurse/Shuttle/Seilbahn

Bikeschule VinschgauBike in Goldrain
Bikeschule Südtirolbike in Mals
Seilbahn St. Martin im Kofel  

 

 


About the author Sven Papendick rotate

liebt technische Trails, gute Outdoorausrüstung und Skandinavien. Sein Hilleberg hat ihn noch nie im Stich gelassen.

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